Extrem Laut & Unglaublich Nah

Klappentext: Oskar Schell ist altklug und naseweis, hochbegabt und phantasievoll. Eine kleine Nervensäge, die schon mit neun Jahren eine Visitenkarte vorweist, auf der er sich als Erfinder, Schmuckdesigner und Tamburienspieler ausweist. Vor allem aber ist Oskar todtraurig und tief verstört. Nachdem sein Vater beim Angriff auf das World Trade Center ums Leben kam, will er herausfinden, warum Thomas Schell sich ausgerechnet an diesem Tag dort aufhielt. Mit seinem Tamburin zeiht Oskar durch New York und gerät in aberwitzige Abenteuer.

Fazit: Zuerst einmal hat mir das Buch unglaublich gut gefallen!
Vor Jahren hatte ich den Film gesehen und auch dieser gefiel mir unglaublich gut und ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich nicht wusste, dass es dazu ein Buch gibt!
Wer kann sich nicht noch an den 11.09.2001 erinnern, ich denke, fast jeder weiß, wo er damals war, als er das erste mal hörte, was in New York passiert ist. Die Bilder haben wir alle 100x im Fernsehen gesehen, die entsetzten Gesichter, die Schreie der Leute, die riesige Rauchwolke, die man sogar aus dem Weltraum sehen konnte, wie Manhattan voller Asche war und hören wir nicht alle im Hinterkopf das Lied „Only Time“ von Enya, wenn wir heute diese Bilder sehen?
Dies ist ein Erlebnis, dass wir wohl nie vergessen werden und es waren ja nicht nur die beiden Flugzeuge in New York, nein, eins Flugzeug flog ins Pentagon und ein weiteres Stürzte in Pennsylvania ab, dank der Passagiere, wahrscheinlich war dieses Flugzeug für das Weiße Haus gedacht.
Doch warum schreibe ich das alles, weil der 11.09.2001 das grundlegend Thema von Extra Laut&Unglaublich Nah ist. Oscar verliert seinen Vater bei den Anschlägen auf das World Trade Center. Ich finde, Jonathan Safran Foer beschreibt unglaublich gut, wie ein kleiner Junge sich fühlen könnte, der ein absolutes Papa Kind war und nun ohne seine Vater klar kommen muss. Oskar ist besonders und nicht wie andere Kinder, dass wird schnell klar und sein Vater scheint der einzige Mensch zu sein, der ihn verstanden hat und nun muss er ohne diesen Menschen leben.
Ich finde es schwer zu sagen, wie man selber Handeln würde, wenn man von der Schule nach Hause geschickt wird, dort ankommt und auf dem Anrufbeantworter die letzte Nachricht seinen Vaters hört. Oskar hatte bis dahin keine Ahnung, was am World Trade Center vor sich ging, bis er eben die letzte Nachricht seines Vater hört und dann den Fernseher an macht. Diese Nachricht bedeute Oskar unglaublich viel und er versteckt den Anrufbeantworter vor seiner Mutter, weil er diese Nachricht für sich haben möchte, vielleicht auch braucht. Doch dabei findet er einen Umschlag mit einem Schlüssel. Sein Vater und er haben immer wieder kleine Rätselspiele gespielt und er ist sich sicher, dass muss von seinem Vater sein, nun muss er herausfinden, zu welcher Tür dieser Schlüssel passt. Oskar hat viele Ängste, doch er lernt sie zu überwinden, um seinem Ziel nahe zu kommen.
Zu seiner Mutter hatte Oskar bisher nie ein enges Verhältnis, seiner Meinung nach, versteht sie ihn sowieso nicht, das konnte nur sein Vater, doch auch diese Beziehung ändert sich im Buch.
Ich konnte mich sehr gut in Oskar hineinversetzen und seine Gefühle verstehen. Ich denke, dass kommt zum einem durch den wirklich guten Schreibstil und zum anderen, dass ich dieses Gefühl kenne, dass einem niemand so wirklich versteht.
Ich denke, viele würden sagen, dass Oskar ein super nerviges Kind ist und das er einen an Sheldon aus „The Big Bang Therory“ erinnert, aber ich kann mich auch immer sehr gut mit Sheldon identifizieren bzw., seine Reaktionen teilweise wirklich sehr gut nachvollziehen.
Ich kann mich bei Extrem Laut&Unglaublich Nah auch nicht entscheiden, ob der Film oder das Buch besser ist, mir hat beides einfach unglaublich gut gefallen.
Deswegen 5 von 5 Sternen

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