Die Kometenjäger

Klappentext: Wo ist der dunkelste Ort Deutschlands? Und ist es möglich, mit bloßem Auge einen Kometen zu erspähen? Zwei junge Männer gehen gemeinsam auf die Suche: Philipp, der weder beruflich noch privat Fuß fasst und dessen Comicfigur Monsieur Lamarre mehr erlebt als er selbst. Und Tom, der sich mit Haut und Haar der Astronomie verschrieben hat, im tiefsten Innern aber ein Abenteurer ist. Gemeinsam bereisen sie ihre eigene Landkarte der Dunkelheit – ihr Weg führt sie auf einer rasanten Reise von Süddeutschland nach Kalifornien. Und sie müssen nicht nur erkennen, dass sich manche Frauen von den Wundern des Sternenhimmels partout nicht beeindrucken lassen. Sondern vor allem, dass es gar nicht so einfach ist, den richtigen Platz im Leben zu finden.

Fazit: Der Anfang des Romans war etwas langatmig, aber spätestens ab dem 2. Abschnitt konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen!
Ich konnte total mit Philipp, dem Erzähler, nachempfinden, vor allem, als er z.b. beschreibt, wie er in Los Angeles ankommt.
Er stand an genau den selben Stellen, an denen ich vor ein paar Jahren stand, ging die gleichen Wege und hatte einfach genau die selben Gefühle wie ich damals! Ich gebe zu, dass war etwas unheimlich, aber auch irgendwie schön, ich fühlte mich dadurch auch verstanden.
Es gab aber auch Punkte, wo ich Philipp nicht verstanden habe, z.b. das er seinen Freund dazu anhielt, das Teleskop zu verkaufen oder das er Toms Begeisterung für Astronomie nicht teilen konnte. Wie kann man sich nicht für Astronomie begeistern? Das ist mir leider ein Rätsel.
Allerdings habe ich schon beim Lesen gemerkt, dass es bei Toms Theorien, die die Astronomie betrafen, einige Fehler gab, die aber später im Buch „korrigiert“ wurden, zum Glück! Bei solchen Sachen bin ich leider ziemlich genau, jemanden, der sich nicht mit Astronomie auskennt, würde so was natürlich nicht auffallen, aber jemanden wie mir, fällt so was nun mal auf und wenn es dann nicht korrigiert wird, finde ich das sehr schade und es stört mich extrem.
Das Ende des Romans war wirklich gut und wieder hatte ich exakt das gleiche Gefühl wie Philipp, als er aus Amerika zurück nach Deutschland kam. Durch das Buch kamen verdammt viele Erinnerungen in mir hoch, mit denen mich das Buch letztendlich zurückgelassen hat. Ich denke, dies ist auch ein Grund, warum mir der Roman so gut gefallen hat, so etwas hatte ich bisher einfach noch nicht beim lesen.
Ich werde dieses Buch auf jeden Fall rereaden!

5 von 5 Sternen

Verlag: btb
Autor: Marc Deckert
ISBN: 978-3-442-74669-9
Preis: 9,99€

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