Tote Mädchen lügen nicht

Klappentext: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt Play und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor 2 Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt, 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon…

Fazit: Der Roman von Jay Asher hat mir leider nicht gefallen.
Viele sind ja sehr begeistert von diesem Buch und da es sich interessant anhörte und ein wichtiges Thema behandelt, wollte ich es auch lesen. Zufällig habe ich es auf dem Weihnachtsmarkt meiner Schule gefunden (ich liebe diesen Weihnachtsmarkt, besser als der in der Stadt 😉 ) Viele Reaktionen und Handlungen von Hannah konnte ich absolut nicht nachvollziehen! Ich kann verstehen, dass manche Dinge sie mitgenommen haben und es gab 2 Sachen wo ich auch wirklich dachte, wow krass! Aber ich finde, in viele Dinge hat sie zu viel rein interpretiert, vor allem in Dinge die sich nicht betroffen haben und die sie nichts angehen!
Ich hatte oft das Gefühlt, dass Hannah bisher in einer total glücklichen, rosa-roten Welt aufgewachsen ist. Z.B. macht sie, für mich, viel zu viel Wind um Kleinigkeiten, wie falsche Freunde. Damit wird man doch schon im Kindergarten konfrontiert, also tu jetzt nicht so, also ob die Welt untergeht, nur weil ein „Freund“ doch kein wirklicher Freund ist und einen hängen lässt.
Ich denke daher, dass sie mit vielen Dingen überfordert war, die einfach nicht in ihre perfekte Welt passten und sie wusste einfach nicht wie sie damit umgehen soll.
Doch für mich wirkte das teilweise einfach viel zu unrealistisch, weil meiner Meinung jeder schon mal mit irgendwelchen Problemen konfrontiert wurde, in welchem Ausmaß ist dabei natürlich unterschiedlich. Aber wer hatte nicht schon einmal einen Freund, der vorgab dein allerbeste Freund zu sein und einem dann in den Rücken gefallen ist?
Auch Clay schien mir teilweise ein kleines Weichei zu sein. Ja, er war in Hannah verliebt und ist natürlich traurig über ihren Selbstmord, aber er fängt bei jeder Kleinigkeit an zu weinen oder ist zumindest den Tränen nah.
Es sind auch wirklich sehr schlimme Dinge passiert, aber diese sind weder Hannah, noch Clay passiert!Sonder Klassenkameraden von ihnen, doch diese scheinen das mit sich selber auszumachen oder haben sich Hilfe gesucht oder keine Ahnung, dass kommt nicht wirklich raus.
Ebenso konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, warum Clay die Kassetten bekommt. Hannah sagt selber, er habe nichts mit ihrem Selbstmord zu tun, so wie alle anderen, die sie nennt. Warum schickt sie ihm dann die Kassetten, ich würde ja verstehen, wenn sie ihm die Kassetten als erstes oder als letztes geschickt hätte, damit er dafür sorgt, dass andere die Kassetten bekommen oder etwas an der Schule ändert. Doch das war nicht der Fall, und somit ist auch der Anfang des Buches falsch, den sie sagt, das 13 Menschen an ihrem Selbstmord schuld sind, die 13 die sie nennt und die die Kassetten bekommen, doch dann zählt Clay nicht, daher sind es ja dann nur 12 Personen. Vielleicht bin ich da zu kleinlich, aber ich finde, man sollte sich schon klar sein, was man sagt und nicht so ein hin und her machen.
Es tut mir wirklich leid, da das Buch wirklich ein wichtiges Thema hat, aber es scheitert absolut an der Umsetzung.
Die letzten 100 Seiten waren dann nochmal interessant und da das Buch, wie gesagt, ein wichtiges Thema anspricht, gebe ich ihm trotzdem 2 von 5 Sternen.

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